Ein Blick zurück:

Getreide –und Getreideprodukte stellen als Kohlehydratlieferanten den Hauptanteil in der heutigen Ernährung, gefolgt von zuckerhaltigen Speisen. Eiweiß und Fette – gerade im Blick auf Light-Produkte – werden eher gering geschätzt. Diese menschliche Ernährung greift allerdings erst seit etwa 10.000 Jahren, als vermehrt Ackerbau betrieben wurde, auf diese Kohlehydrate und es ist zu vermuten, dass sich unsere menschlichen Gene ihnen noch nicht angepasst hat. Davon spricht die weltweit steigende Zahl an molligen und dicken Menschen, aber auch die Zahl der sog.Zivilisations- und -stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus II.

 

Konkrete Folgen der  heutigen Lebensgewohnheiten:

  • ·Übersäuerung

Zu viel Getreide- und Süßigkeitengenuss führt zu einer Übersäuerung des Organismus, da über die Nahrung mehr säurebildende als basenbildende Substanzen aufgenommen werden. Dies führt wiederum zur ‚Verschlackung‘ des Organismus und zu Beschwerden unterschiedlichster Art. Unser Körper hat begrenzte Möglichkeiten der Gegenregulierung, doch versagen diese, wenn ihm basische Lebensmittel, zu denen Obst und Gemüse gehören, nahezu fehlen. Regulierungsmechanismen sind:

o Abatmen von Säure über die Atemluft

o  Ausscheidung über den Harn

o  Abpuffern der Säure im Blut durch basische Verbindungen, wozu Calcium  auch aus den Knochen – gebraucht wird. Dies aber begünstigt die Entwicklung von Osteoporose und Nierensteinen.

 

  • ·Bewegungsmangel

Neben der Mangelernährung – und das trotz enormer Fülle und Verfügbarkeit in unserer Welt – gesellte sich auch noch der Bewegungsmangel hinzu. Bewegung und Ernährung waren aber untrennbar miteinander verknüpft – ohne Bewegung kein Essen. Es herrschte ein Zusammenspiel von Muskelarbeit mit entsprechendem Nährstoffverbrauch einerseits und der damit erreichbaren Nahrungsmittel andererseits.

Für diese Lebens- und Umweltbedingungen ist unser Stoffwechselmechanismus konzipiert und in den Genen festgeschrieben. Kein Mensch unserer zivilisierten Welt erfüllt also heute die genetischen Voraussetzungen um mit einer kohlehydratlastigen Kost zurecht zu kommen.

 

Kein Wunder, dass die ‚alte Software‘ für die ‚neue Zeit‘ nicht mehr passt und‚Störungen im Betriebssystem‘ verursacht – um die Sprache der Computerwelt zu benutzen. Wir leben mit nahezu inaktiven Minimuskeln und futtern den ganzen Tag Kohlehydrate. Wir Menschen selber haben uns eine menschenfeindliche Umwelt geschaffen.

Artgerechte Ernährung und Haltung ist aber nicht nur etwas, was für Tiere gefordert wird und  gilt,sondern vor allem für uns Menschen gelten soll.

 

Wie aber sieht nun die konkrete gesunde Ernährung aus – in Prozentanteilen:

 

Noch einmal:

 

30-35% Getreideanteil / Kohlehydrate 

35-45% Fett mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren

Ca.25-35% Eiweiß

 

Tatsache ist aber eine andere. Je leichter und fettärmer unser Essen wird, umso mehr Kohlehydrate werden konsumiert. Kalorienmäßig ist das ein Nullsummenspiel mit bösen Folgen, denn der erhöhte Kohlehydratgenuß führt zwar zu schneller Sättigung, d.h. dem Körper stehen sehr schnell Kraftreserven zur Verfügung. Dies wiederum führt aber zu einem raschen BZ- und Insulinanstieg im Blut, der ebenso schlagartig auch wieder zurückfällt und neuen Heißhunger auslöst. Anstatt 2-3 Mahlzeiten am Tag zu essen, essen wir Non-Stopp-Häppchen. Der Überschuß an Zucker wird dann in der Leber gespeichert, um ggf. Mangelsituationen schneller ausgleichen zu können, hinzu kommt das konsumierte Fett, das als NOT-Pölsterchen sofort in der Leber, auf unseren Hüften und zwischen den Organen abgelagert wird.  

 

Unser Körper hat aber die Möglichkeit den wichtigen Baustein:Glucose, der für alle reibungslosen Abläufe in uns verantwortlich ist, auf anderem Wege zu produzieren als nur aus Kohlehydraten: Aus Fetten und Eiweiß und Bewegung und ausreichendem Trinken von Wasser. Die Energiebilanz fällt dabei zwar geringer aus als mit Kohlehydraten, da unser Organismus erst einmal Energie in die Umwandlung stecken muss. Doch dieser verlangsamte biochemische Umbauprozess führt auch dazu, dass BZ-Werte nur noch geringen Schwankungen unterworfen sind und dementsprechend ebenso die Bauchspeicheldrüse geschont wird.  

 

Fett wird in Fettsäuren = Ketonkörper umgewandelt, die Energielieferanten auch für unseren Hirn- und Nervenzellen sind 

Eiweiß wird in der Leber zu Zucker, genau gesagt zu Glucose umgewandelt (Gluconeogenese) und gelangt auf dem Blutweg zu den kohlehydratabhängigen Geweben wie z.B. Muskeln.

 

Es heißt also nicht vollkommen auf Getreide zu verzichten, sondern mit den Mengen anders umzugehen.

Einige geltende Grundsätze:  

 

  • ·Je mehr Kohlehydrate in der ernährung ohneentsprechende Verbrennung, um so weniger Körperfett und Fett aus der Nahrung verbrenntder Körper
  • ·Jeder Glucoseüberschuß wird in Körperfettumgewandelt und im ganzen Körper, auch der Muskulatur eingelagert
  • ·Je weniger Bewegung umso weniger Kohlehydratewerden benötigt

Werden tagtäglich pausenlos oft nur Kohlehydrate nachgeschoben ohne dass diese durch anstrengenden und energiefordernden Sport oder Arbeit wieder verbrannt werden, läuft der Glucosespeicher über.  Dann muss die entstandene Glucose sofort ins Blut – auch ohne anstrengende Muskelarbeit und das metabolische Syndrom bzw. der Diabetes mellitus nimmt seinen Anfang.  

 

 

 

Fortlaufende Gruppenangebote:

 

Achtsamkeit und Stressabbau

 - neuer Beginn 6.11.2017 - es sind noch 2 Plätze frei

 

Gesprächskreis (2) 

Kinder der Kriegskinder         - aktuell nur Einzelberatung jederzeit möglich

 

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Vorträge:

 

Wir Kinder der Kriegskinder

13.10.2017 Grafing, Pfarrheim 

 

23. Nov. 2017  Jugendstelle Ebersberg, 20:00-22:00

 

23. Jan. 2018 - Pfarrheim Vaterstetten, 20:00 - 22:00

 

Scham, ein Tabu

Termine noch offen

 

Chronische Schmerzen

Termine noch offen

 

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Wandern für Seniorinnen und Senioren 59+

 

7.10.2017 - Ehrwald

28.10.2017 - Ammerleite

18.11.2017 - Staffelsee

13.01.2018 - 20.01.2018 Benediktbeuern

 

10.03.2018 - Walchensee

7.04.2018 - Kreuth

12.05.2018 - Obersalzberg