Fibromyalgiesyndrom - FMS  

aus: Fibromyalgie-Ratgeber (in Auszügen)* und persönlichen Ergänzungen 

        

        

Schmerzsyndrom – Symptome – FMS-Formen – Heilungschancen 

    

Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie, auch Fibromyalgiesyndrom (FMS) genannt, bezeichnet eine Erkrankung, die von diffusen Schmerzen im ganzen Körper gekennzeichnet ist, oftmals auch als Weichteilrheuma oder Muskelrheuma benannt, was nicht korrekt ist, da es sich hierbei nicht um eine entzündliche, degenerative Erkrankung handelt. Die Erkrankung verläuft chronisch und ist zudem sehr schwer zu diagnostizieren.

Welche Symptome zeichnen Fibromyalgie aus?

Betroffene beschreiben die Schmerzen, die die Fibromyalgie begleiten, als sehr starken Muskelkater oder gar Migräne am ganzen Körper. Der Schmerz wird als breit gefächert empfunden und lässt sich nicht auf eine oder mehrere Stellen festlegen. Darüber hinaus klagen die Betroffenen über weitere Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Schwellungen der Hände und Füße und vieles mehr. Viele Betroffene weisen eine gewisse Neigung zu Depressionen auf. Die Symptome treten individuell unterschiedlich auf und sind daher nicht immer einheitlich. Zudem gleichen sie in vielen Punkten jenen der rheumatoiden Arthritis, was eine Diagnose ebenfalls erschwert.

Welche Formen von Fibromyalgie gibt es?

Man unterscheidet heute die primäre und die sekundäre Fibromyalgie. Als primäre Form tritt das FMS als Einzelerkrankung auf. In seiner sekundären Form ist es eine Folgeerkrankung eines anderen rheumatischen Leidens wie z. B. Lupuserythematodes, Morbus Bechterew und weitere. Auch kann ein körperliches und/oder seelisches Trauma Auslöser sein. Die genaue Ursache der Fibromyalgie gibt der Medizin bis heute Rätsel auf und ist Gegenstand diverser Forschungen.

Ist Fibromyalgie heilbar?

Fibromyalgie ist bisher leider nicht heilbar. Daher konzentriert sich die Behandlung auf die Linderung der Schmerzen und der Begleitsymptome. Die moderne und vor allen Dingen individuelle Schmerztherapie ermöglicht es heute Betroffenen mit Fibromyalgie ein relativ normales Leben zu führen. Hierbei helfen Medikamente, Physiotherapie, psychologische Betreuung oder auch eine Kombination von mehreren Behandlungsmethoden die Schmerzen zu lindern und die Schübe erträglicher zu machen. Völlig schmerzfrei werden die Betroffenen allerdings in den seltensten Fällen.

 

Entstehung von Fibromyalgie 

Warum eine Fibromyalgie entsteht, konnte die medizinische Forschung bisher nicht ergründen. Dennoch werden diverse Auslöser für die Entstehung eines Fibromyalgiesyndroms vermutet. Für die sekundär auftretende Fibromyalgie findet sich eine ursächliche Vorerkrankung, sei es eine Verletzung, eine Operation, ein seelisches Trauma oder auch ein rheumatisches Leiden. Tritt Fibromyalgie aber ohne solch eine Vorgeschichte in Erscheinung, handelt es sich um eine Einzelerkrankung (primärer Typ), deren Ursache gänzlich unbekannt ist.

Theorien zur Krankheitsursache

Die meisten Kenntnisse, die wir über die Fibromyalgie haben, deuten darauf hin, dass es eine alleinige Ursache für die Fibromyalgie nicht gibt. Wahrscheinlich lösen verschiedene Faktoren, die sich in ihrer Wirkung verstärken, die Erkrankung aus bzw. unterhalten sie:

Unsachgemäße Behandlung

Eine amerikanische Studie belegt, dass Fibromyalgiekranke häufig nicht fachgerecht behandelt werden. Zu der persönlichen Krankheitsgeschichte des Patienten gesellt sich eine unzureichende und uninformierte medizinische Behandlung, die das Beschwerdebild oftmals verschlimmert, statt es zuverbessern. Fibromyalgiepatienten werden überdurchschnittlich oft operiert und dies meist ohne Erfolg. Sie werden mit Schmerzmedikamenten abgefüllt, obwohl man um ihren geringen therapeutischen Wert weiß. Patienten rennen von Behandler zu Behandler und werden als Simulanten, depressiv, hypochondrisch oder hysterisch klassifiziert und mit Anti-Depressiva ruhiggestellt. Beliebte Verordnungen sind ebenso nichtsteroidale Antirheumatika und Kortison, obwohl verschiedene medikamentöse Studien übereinstimmend über eine weitgehende therapeutische Wirkungslosigkeit berichten bzw. das Beschwerdebild sogar verstärken.

 

Welche Auslöser für Fibromyalgie werden vermutet? 

Familiäre Häufung:

Bei einigen Betroffenen findet sich eine Häufung von FMS (Fibromyalgie) innerhalb ihrer Familie. Dies lässt die Wissenschaft auf eine erbliche Komponente der Erkrankung schließen. Was allerdings innerhalb der Familie vererbt wird, ob es eine Störung des Schmerzempfindens selbst, Probleme bei der Schmerzweiterleitung oder Eigenschaften der Botenstoffe innerhalb des Schmerzsystems sind, ist wiederum nicht geklärt.

Störungen und Veränderungen in der Schmerzwahrnehmung:

Die Schmerzempfindung ist bei jedem Menschen unterschiedlich und auch tagesformabhängig. Was z. B. heute als unangenehmer Schmerz empfunden wird, wird vielleicht morgen nur als leicht störend wahrgenommen. Diverse Botenstoffe, wie Serotonin und Tryptophan sowie die sogenannte Schmerzsubstanz P, beeinflussen unser Nervensystem und somit auch die Schmerzwahrnehmung. Patienten mit Fibromyalgie weisen oftmals einen erhöhten Wert der Substanz P auf. Parallel dazu sinkt der Serotoninspiegel. Ob dies allerdings Ursache oder Folge von FMS ist, steht noch nicht fest.

Störungen im Hormonhaushalt:

Die Betroffenen weisen ein Missverhältnis der Botenstoffe Serotonin und Melatonin auf, die Einfluss auf das menschliche Nervensystem nehmen und unter anderem für den Schlafrhythmus verantwortlich sind. Zudem findet sich eine Störung der Hormonausschüttung im Hypothalamus, der als Schnittstelle zwischen Körper und Gehirn fungiert. In der Folge sind sowohl die Hypophyse als auch die Nebennieren in ihrer Funktion beeinträchtigt. Das Ergebnis dieser Fehlfunktionen ist eine dauerhafte Stressreaktion des Körpers. Hier wäre auch an die Überprüfung der Cortisol-Werte zu denken. 

Schlafstörungen:

Die Betroffenen sind nicht in der Lage, während ihrer Ruhephase den Tiefschlaf zu erreichen. Somit fehlt ihnen die wichtige Erholung. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, belastet dies den Körper übermäßig und er reagiert gestresst.

Störungen des Muskelstoffwechsels --> siehe neuer Ansatz: LOGI (noch in Bearbeitung) 

Bei einigen Betroffenen wurden unerklärliche Veränderungen des Stoffwechsels in den Muskelfasern entdeckt. Dort, wo die Muskeln sich bei Bewegung hätten anspannen müssen, entspannten sie plötzlich. Darüber hinaus schien die Sauerstoffversorgung der betroffenen Muskeln ebenfalls mangelhaft. Der Forschung ist es allerdings bisher nicht gelungen zu klären, ob dieses Phänomen Auslöser oder Folge von Fibromyalgie ist.

Psycho-vegetative Bereitschaft

Kein Patient ist wie ein anderer. Dennoch erkranken bestimmte Personen vermehrt an Fibromyalgie. Fibromyalgiekranke sind nicht allgemein empfindlicher als andere Menschen, obwohl man gerade zu dieser Annahme neigen könnte. Eine psychologische Studie mit Fibromyalgie-Patienten aus 6 Rheumakrankenhäusern und Rehakliniken kam zu dem Ergebnis, dass die Erkrankten empfindlicher auf Schmerz reagieren und sich schneller durch äußere Eindrücke beeinträchtigt fühlen. Sie können leicht störende Reize schlechter ausblenden, sie sind eher gereizt und von daher auch leichter ablenkbar (Konzentrationsschwäche). Es fehlt an der Fähigkeit, sich abzugrenzen, von den äußeren Ereignissen abzuschalten und Abstand zu gewinnen von den inneren Ansprüchen. Es fehlt an Gelassenheit, an Schutzmechanismen für den eigenen Seelenfrieden. Die veränderte Wahrnehmungsschwelle für unharmonische und irritierende Reize überfordert die bewussten und unbewussten Strukturen, die für die Reizverarbeitung zuständig sind. Im Grunde wird der Wunsch nach Harmonie und Akzeptanz durch eine gesteigerte Empfindlichkeit für irritierende Einflüsse permanent enttäuscht.

Dauerreizung des Schmerzempfindens durch Vorerkrankungen --> siehe HWS-Trauma und Folgen (noch in Bearbeitung) 

Hierbei kann das entstehen, was die Mediziner als eine sekundäre Fibromyalgie bezeichnen. Die Betroffenen litten im Vorfeld z.B. unter einem Bandscheibenvorfall im Lenden- oder Halswirbelbereich oder einem Schleudertrauma. Werden diese Erkrankungen nicht austherapiert, leiden die Patienten weiterhin unter dauerhaften Schmerzen, die in das sogenannte Schmerzgedächtnis unseres Körpers einfließen. Wird auch die Vorerkrankung im weiteren Verlauf kuriert, behält der Körper dennoch das vorherige Schmerzempfinden bei. Die Schmerzen werden dann chronisch.

 

Chronifizierung einer Borrelien-Infektion (bei Zeckenbiss) oder Ebstein-Barr-Virus-Infektion (Pfeiffer'sches Drüsenfieber)

 

Werde beide Infektionen nicht als solche erkannt und behandelt, können sie sich chronifizieren. Das bedeutet, in dem Moment, in dem der ganze  Organsismus geschwächt ist durch einen durchaus harmlosen Infekt, werden die Viren wieder aktiv. Dies kann zu ähnlicher Symptomatik wie bei FMS führen - Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Bewegungseinschränkungen, Unruhe u.v.m. Hier mag dabei der Weg in die Praxis eines Heilpraktikers sinnvoll werden, der durch kinesiologische Austestung das Vorliegen und Wirksamwerden o.g. Viren ggf. bestätigen kann. Langsame Ausleitungsverfahren können zumindest die Hauptsymptome und Schmerzen reduzieren und vor allem wieder für ausreichend und erholsamen Schlaf sorgen. 

Autoimmunerkrankung:

Normalerweise kann der o.g. Prozess durch ein schmerzhemmendes System gebremst werden. Übergeordnete Nervenzellen senden Impulse aus, die die Schmerzweiterleitung blockieren. Für dieses absteigende schmerzhemmende System wird u.a. ein bestimmter Botenstoff benötigt - das Serotonin. Gerade das Serotonin ist bei Fibromyalgiekranken erniedrigt. Forscher haben bei Blutuntersuchungen festgestellt, dass Fibromyalgiekranke Antikörper gegen Serotonin besitzen. Antikörper treten vermehrt bei Allergien auf. Neben der Schmerzsensibilisierung scheint eine Allergie gegen Serotonin zu existieren. Schmerzsensibilisierung einerseits und eine eingeschränkte Schmerzhemmung andererseits führen zwangsläufig zu einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit.

Psychischer Stress:

Viele Patienten mit Fibromyalgie leiden unter Depressionen und Angstzuständen. Diese wirken sich auch auf ihren Körper aus, der wiederum mit Stress reagiert. Allerdings ist man hier der Auffassung, dass Stress selbst, auch wenn er vorher bereits existiert haben mag, nicht alleiniger Auslöser der Fibromyalgie ist. Vielmehr befinden sich die Betroffenen hier in einem Teufelskreis. Die ständig zu ertragenden Schmerzen, die Odyssee von Arzt zu Arzt, das Empfinden, nicht ernst genommen zu werden, mangelnder Rückhalt in der Familie, all das setzt die Betroffenen weiter unter Druck. Die Folge ist eine Verstärkung von Depressionen und Angstzuständen. Dies wiederum wirkt sich auch negativ auf den Körper aus, was unter Umständen eine Verschlimmerung der Fibromyalgie nach sich zieht.

Mögliche Ursache: Lactoseintoleranz

Als mögliche Ursache der Fibromyalgie kann auch eine Lactoseintoleranz in Frage kommen. Das ist ganz einfach zu überprüfen! Ersetzen Sie für eine Zeit alle lactosehaltigen Lebensmittel durch lactosefreie und beobachten sie die Reaktion Ihres Körpers. Je länger dieser Krankheitszustand anhält, desto schwerer und häufiger wird die Krankheitssymptomatik. Der ganze Magen-/Verdauungstrakt, ebenso sämtliche Organe, sind in Mitleidenschaft gezogen.

Mögliche Ursache: Allergische Reaktionen auf Konservierungsstoffe & Co

Nahrungsmittel können innerhalb von wenigen Stunden folgende Symptome auslösen:

 

  • Kopfschmerzen, Migräneattacke (Übelkeit, Erbrechen, Schwindel usw.)
  • andere führen zu Hitzewallungen mit erhöhtem Puls
  • demzufolge zu Schlafstörungen,
  • und/oder Juckreiz,
  • und/oder Kreislaufprobleme (niederer Blutdruck),
  • und/oder Magen-/Darmproblematik (Verstopfung),
  • und/oder Rückenschmerzen / Muskelverspannungen / Muskelschmerzen.
  • Histamin-Intoleranz

 

Übliche Unverträglichsreaktionen nach dem Essen histaminreicher Lebensmittel sind z.B.

  • Kopfschmerzen bis hin zu Migräneattacken
  • Hautausschlag, Juckreiz, Quaddelbildung
  • Magen-Darm-Störungen wie Durchfall, Bauchschmerzen, Krämpfe,Blähungen
  • Asthma, Atembeschwerden
  • Übelkeit, Herzklopfen, Schwindelgefühl
  • Eine verstopfte und laufende Nase
  • Muskelschmerzen

Erkrankungen ähnlicher Symptomatik 

Welche Erkrankungen weisen ähnliche Symptome auf wie Fibromyalgie?

Bei der Diagnose von Fibromyalgie sind im Vorfeld folgende Erkrankungen auszuschließen:

 

  • Chronisches Erschöpfungs-Syndrom (CFS): Es zeichnet sich durch dauerhaft anhaltende Müdigkeit aus, die auch nicht durch vermehrten Schlaf zu bändigen ist. Darüber hinaus werden diverse Schmerzzustände empfunden.

  • Rheumatoide Arthritis : Entzündungen eines oder mehrerer Gelenke sind hier für das dauerhafte Schmerzempfinden verantwortlich. Nicht immer müssen die Gelenke dabei auch anschwellen. Innerhalb der Arthritis gibt es unterschiedliche Erscheinungsformen mit unterschiedlichen Symptomen. Darüber hinaus tritt die Erkrankung nicht selten individuell unterschiedlich zu Tage.

  • Dermatomyositis oder Polymyositis: Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Muskulatur mit oder ohne Beteiligung der Haut, die mit Muskelschwäche, Muskelschmerzen sowie unspezifischen Entzündungsanzeichen einhergeht.

  • Polymyalgia rheumatica: Eine ebenfalls zu den rheumatologischen Erkrankungen zählende Entzündung des Muskelapparats mit entsprechender Schmerzempfindung.

  • Darüber hinaus zeigen auch Morbus Bechterew, Multiple Sklerose (MS) oder Auswirkungen einer Schilddrüsenfunktionsstörung (Thyreoditis hashimoto) ähnliche Symptome wie Fibromyalgie.

Untersuchungsmethoden 

Welche Untersuchungsmethoden werden zur Diagnose von Fibromyalgie angewendet?

Neben einer ausführlichen Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese) erfolgt zunächst die Laboruntersuchung, um eventuelle Entzündungs-Symptome im Blut auszuschließen. Eine körperliche Untersuchung sowohl internistisch als auch orthopädisch und rheumatologisch liefert weitere Hinweise zur Diagnose von Fibromyalgie. Zudem helfen bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, MRT (Magnetresonanztomografie) oder ein Szintigramm (eine nuklearmedizinische Möglichkeit, unter anderem Entzündungsherde zu lokalisieren), andere Erkrankungen auszuschließen. Sollten alle denkbar sinnvollen Untersuchungsmethoden zu einem negativen Ergebnis gelangen, liegt der Schluss auf eine Fibromyalgie-Diagnose nahe, da diese im Gegensatz zu anderen Erkrankungen weder von organischen noch von labortechnischen Veränderungen begleitet wird.

 

Nachden ACR-Kriterien (American College of Rheumatology) stellt sich der Verdacht einer Fibromyalgie ein, wenn man mehr als drei Monate unter kontinuierlichen Schmerzen in diversen Körperregionen leidet. Darüber hinaus sollte eine Empfindlichkeit der Schmerzdruckpunkte (Tenderpoints) vorliegen. Der menschliche Körper weist 18 dieser Tenderpoints auf. Sind davon 11 oder mehr äußerst druckschmerzempfindlich, lässt dies ebenfalls auf eine Fibromyalgie schließen. Zusätzliche Begleit-Symptome wie stete Müdigkeit, Schlafstörungen, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Migräne, Magen-Darm-Probleme und einiges mehr stützen die Vermutung Fibromyalgie zusätzlich. Gerade die Begleit-Symptome sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt, doch klagen bisher alle Patienten, die an Fibromyalgiesyndrom erkrankt sind, neben diversen Muskel- und Gliederschmerzen über eine geradezu chronische Müdigkeit.

 

Therapiemöglichkeiten

Nach heutigem Kenntnisstand der Medizin ist Fibromyalgie nicht heilbar. Die Therapie des Fibromyalgiesyndroms konzentriert sich daher auf eine geeignete Schmerztherapie in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden, um den Betroffenen ein möglichst normales Leben zu ermöglichen. Fibromyalgie äußert sich recht individuell und so reagieren auch die Betroffenen auf diverse Therapie-Optionen unterschiedlich gut. Daher ist die spezifische Anpassung der Therapie das A und O für einen Behandlungserfolg.

Welche Therapiemöglichkeiten für Fibromyalgie gibt es?

In der Regel wird Fibromyalgie durch eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden therapiert. Man nennt diese Art der Therapie, die über mehrere Fachrichtung ineinander greift, auch multimodale Therapie. Letzten Endes entscheidet der Patient durch sein Wohlbefinden, welche Therapiekombination für ihn die Beste ist.

Man unterscheidet folgende Therapiesäulen:

  • Physikalische Therapie von Fibromyalgie: Sowohl Wärmebehandlungen (warme Bäder, Bestrahlung, Fangopackungen, etc.) als auch Kältebehandlungen (Kältekammer, kalte Güsse und ähnliches) können den Betroffenen Linderung verschaffen. Auch eine Elektrotherapie in Form von Reizstrom, Ultraschall- oder Tens-Therapie können sich ggf. positiv auf Fibromyalgie auswirken. Sanfte Massagen, Solebäder oder Lymphdrainagen bei geschwollenen Gelenken sind hier als Therapie Optionen ebenfalls zu nennen - hier heißt es ganz persönlich das zu suchen, was jedem Einzelnen wohltut und oft ist es auch so, dass heute dies und morgen das Gegensätzliche zur Anwendung kommen muss.

  • Andullationstherapie - Massage und Entsapnnung 

  • Krankengymnastik: Mit gezielter Bewegungs-Therapie unter Anleitung eines kompetenten Physiotherapeuten können die Betroffenen lernen, ihre Muskeln in den schmerzenden Regionen aufzubauen und so im weiteren Verlauf die Schmerzempfindung abzumildern. Darüber hinaus berichten viele Fibromyalgie-Patienten, dass ihnen regelmäßige Bewegung in Form von Schwimmen oder leichten Spaziergängen Erleichterung verschafft.

  • Entspannung: Entspannung hilft den Patienten mit Fibromyalgie, ihren unter Dauerstress stehenden Körper zu beruhigen. Je nach Vorliebe der Betroffenen können autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jakobsen, QiGong, Yoga oder auch ein Schmerzbewältigungstraining helfen, mit dem Schmerz besser umzugehen. In aller Regel finden FMS-Patienten eher zu Entspannung mit einen reduziertem Maß an Bewegung - dies greift auch MBSR - Achtsamkeitstraining nach John Kabat-Zinn auf (siehe Seminarreihe).Das Angebot an Entspannungsmethoden ist vielfältig und so ist es wichtig, gerade die Methode zu finden, die für den einzelnen Patienten ideal ist.

  • Klangschalenmassage - siehe Entspannung 

  • Achtsamkeit und Bioenergetische Arbeit - siehe Entspannung 

  • Medikamentöse Behandlung: Je nach Ausprägung der Fibromyalgie und je nach Schmerzempfinden der Betroffenen wählt der behandelnde Arzt die geeignete Medikation zur Therapie. Leichte Schmerzmittel, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind, helfen in der Regel recht wenig, da sie meist nicht stark genug sind, die Schmerzen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Daher kommen hier stärkere und somit auch verschreibungspflichtige Medikamente wie z. B. Novalgin, Tramal oder auch Morphine zum Einsatz. 

        Auch die Gabe von Antidepressiva oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmern hat   

        sich zur Therapie als positiv erwiesen, wird nur nicht von jedem vertragen und meist

        auch nicht nebenwirklungslos. Wichtig ist, dass bei Einnahme von Antidepressiva  

        der Arzt auch alle weiteren Medikamente kennt, die der Patient einnimmt, z.B.  

        Schilddrüsenpräparate, Beta-Blocker gegen Bluthochdruck, Cholesterinsenker, usw. 

 

        Bei sehr starken Schmerzen verschafft eine Injektion mit einem Lokalanästhetikum     

        Linderung, zumindest vorübergehend.  

 

        Darüber hinaus können u. U. auch einige pflanzliche Wirkstoffe wie z. B. Baldrian,  

        Johanniskraut, Teufelskralle und ggf. weitere hilfreich sein, um den Körper in  

        einen Ruhe-Modus zu bringen.  

 

        Rheumamedikamente und Cortison hingegen werden bei der Therapie von

        Fibromyalgie nicht eingesetzt - sie lindern die Schmerzen so gut wie garnicht,

        Cortison kann sogar vermehrten Schmerz auslösen.  

 

  • Psychotherapie: Vielen Betroffenen hilft die Psychotherapie dabei, mit Fibromyalgie und den daraus resultierenden phasenweise starken Schmerzen besser umzugehen. Parallel dazu ermöglicht es die Psychotherapie, aufkeimende Angst- bzw. Panikattacken oder auch Depressionen abzumildern.

  • Alternative Heilmethoden: Nicht selten nutzen Menschen mit Fibromyalgie auch alternative Heilmethoden, um ihr Schmerzempfinden zu beruhigen. Hier sind z. B. die traditionelle chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, Shiatsu, Dorn-Breuss-Therapie oder auch die Osteopathie neben weiteren Möglichkeiten zu nennen.

  • Ernährungsumstellung nach LOGI-Prinzip
  • Mitochondrientherapie - in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Barbara Gasnier, FA für Schmerztherapie und Ernährung 

html: www.barbara-gasnier.de/Kontakt


 

 

*www.fibromyalgie-ratgeber.de/diagnose

    

 

 

Fortlaufende Gruppenangebote:

 

Achtsamkeit und Stressabbau

 - neuer Beginn 6.11.2017 - es sind noch 2 Plätze frei

 

Gesprächskreis (2) 

Kinder der Kriegskinder         - aktuell nur Einzelberatung jederzeit möglich

 

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Vorträge:

 

Wir Kinder der Kriegskinder

13.10.2017 Grafing, Pfarrheim 

 

23. Nov. 2017  Jugendstelle Ebersberg, 20:00-22:00

 

23. Jan. 2018 - Pfarrheim Vaterstetten, 20:00 - 22:00

 

Scham, ein Tabu

Termine noch offen

 

Chronische Schmerzen

Termine noch offen

 

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Wandern für Seniorinnen und Senioren 59+

 

7.10.2017 - Ehrwald

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10.03.2018 - Walchensee

7.04.2018 - Kreuth

12.05.2018 - Obersalzberg